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Mnmmelsee.
Es braust der Wind, cs saust das RohrDic Melodie zum Tanze;
Die Lilienmädchen schlingen sichVon selbst zu einem Kranze;
Und schweben leis umher im Kreiß,Gesichter weiß, Gewänder weiß,
Bis ihre bleichen WangenMit zarter Rothe prangen.
Es braust der Sturm, es saust das Rohr,Es pfeift im Tannenwalde,
Die Wolken zieh» am Monde hin,
Die Schatten auf der Halde;
Und auf und ab durchs nasse GrasDreht sich der Reigen ohne Maß,
Und immer lauter schwellenAns Ufer an die Wellen.
Da hebt ein Arm sich aus der Flut,
Dic Riescnfaust geballet,
Ein triefend Haupt dann, schilfbekränzt,Bon langem Bart umwallet,.
Und eine Sonnerstimme schalltDaß im Gebirg cs wiederhallt:
„Zurück in eure Wogen,
Ihr Lilien ungezogen!"
Da stockt der Tanz, die Mädchen schreinUnd werden immer blässer.
Der Vater ruft: „Puh! Morgenluft!Zurück in das Gemäßer."
Die Nebel steigen aus dem Thal,
Es dämmert schon der Morgenstral,
Und Lilien schwanken wiederIm Waßer auf und nieder.
A, Schlichter.