Epfenbach bei Sinsheim.
321
Er faßt nicht ihr Wort, in den männlichen ArmenFühlt er sie süßer und banger erwärmen.
Munterer, Zimbeln, Schalmein,
Wilder, ihr Geigen, darein!
Die Stunden verrauschen.
Sie tanzen hinweg zum Waldessaum,
Sie sinken in stillen, in langen Traum.
Hoch, Lerchenschlag! — Sie stöhnt entsetzt,
Der Mond geht blutig hinunter jetzt,
Der Ost wird hell'— mit verzweifeltem SchreiWild macht sie aus seinen Armen sich frei.
Ferne noch Zimbeln, Schalmein,
Laut noch die Geige darein!
Die Stunden verrauschen.
Sie schwebt wie im Morgennebsl zum Teich,
Er folgt ihr hastig durch Dorn und Gezweig —Sie schwingt sich hinab und sie winkt noch einmal,Aus dunkler Flut steigt auf ein Stral.
Jsts Morgcnroth, ists Sonnenglut?
Hilf Gott, es ist ihr rothes Blut!
Stille nun, Zimbel, Schalmei,
Geige, nun brich entzwei!
Die Stunden verrauschen.
Go ttfri ed Ki» ke t.
14