St. Goar.
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Auch durste Karl nicht undankbarSich erweisen gegen St. Goar,
Der Hcilge war verdient um ihn.
Des Kaisers Söhne, Karl und Pipin,
Die sich befehdet lange Zeit,
Und durch Verfolgung, Haß und NeidSich selber und das Reich gepeinigt,
Hatt er an seinem Grab geeinigt,
Und seine Buhle, jene Fasirade,
Fand hier nach langen Schmerzen Gnade.
Was Karl den Mönchen hat geschenkt,Davon ward mancher Gast getränkt.
Es ist ein Faß, das nie sich leert:
O war mir solch ein Faß beschert!
Ich gäbe sicher nicht den ZwergFür jenen Riesen von Heidelberg.
Zu Bremen liegen gute Fäßcr;
Dieß von St. Goar gefällt mir besser.
Einsmals geschahs dem Pater Keller,
Als er gezapft den Muscateller,
Und trinkend seine Güte pries,
Daß er den Krahnen offen ließ.
Doch eine Spinne lief daher,
Zog rasch die Fäden kreuz und quer,
Und webt' und webt' — in kurzer StundSah man so dicht verwebt den Spund,
Kein Tropfen rann mehr aus dem Faß:Das war eine kluge Spinne, das!
Karl gab der Stadt noch manch Geschenk,Mir'ist nicht Alles eingedenk:
Man Pflegt' ein silbern HalseisenDen Fremden weiland vorzuweiscn.
Mag wohl ein Eisen silbern sein?
Nicht doch, das leuchtet klärlich ein;
Die Alten Habens auch bedacht:
Es ward seitdem von Messing gemacht.