Bonn.
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„Ihr werdet ihm begegnen, Herr Siegfried, edler Held;
Habt Dank denn für den Namen, der uns gar wohlgefällt."
So ward die alte Bonna Bern am Rhein genannt;
Doch verscholl der Name wieder, nur Wengen ist er bekannt.
Da gab Herr Eck aufs Neue sich auf die Wanderschaft;
Ihm wurde von den Leuten noch lange nachgegafft.
Der Kühne fuhr geschwinde, da schon die Nacht so nah.
Er kam an eine Linde; einen Ritter fand er da
Verwundet auf dem Grase bei seinem todtcn Pferd.
„Wer hat dich so verhauen?" frug Eck den Degen Werth.
Der sprach: „Es ist der Berner, der solche Wunder thut;
Niemand kann ihn bestehen, er hat eines Leuen Muth."
Herr Eck saß zu ihm nieder und sah die Wunden an.
„Wetter" sprach Herr Ecke, „hat das ein Schwert gethan?
So tiefe Wunden schlagen kann Thor der As allein:
Der schlägt mit seinem Hammer wohl so durch Fleisch und Gebein."
Der Wunde sprach: „So letzte mich nicht der Wettcrstral;
Mein Ucbermuth ist selber Schuld an dieser Qual.
Ich fuhr von Bonn selbvierter auf kühne Thaten aus:
Wie schwer ich das entgelte! nie komm ich wieder nach Haus.
„Die drei will ich nicht klagen, sic wehrten sich nicht lang:
Die hat er gleich erschlagen beim ersten Schwertesschwang.
Doch bin ich jetzt der vierte, der Tod naht unvcrweilt:
War nicht mein Ross gefallen, so hätt' ich Bonn noch ereilt."
Da verband ihm seine Wunden Herr Eck und frug alsdann:
Wie bist du denn geheißen? Held, das sag mir an."
Da sprach der Todwunde: „Mein Nam ist Helfcrich.
Er erschlug an meiner Seite, nicht sehr gereuen sie mich,
„Lüdegast von Speier, von Metz Herrn Ortewein
Und Hug von Mainz, den Starken. Das trug es ihnen ein,
Daß sic von ihm erheischten ihres Landes Zoll:
Der Zoll, den er bezahlte, der deuchte sie so schwer und voll."