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Rheinsagen aus dem Munde des Volks und deutscher Dichter : für Schule, Haus und Wanderschaft
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Achen.

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„So mög euch Gott, der allmächtige Hort,

Der das Flehen der Schwachen erhöret,

Zu Ehren euch bringen hier und dort,

So wie ihr jetzt ihn geehret.

Ihr seid ein mächtiger Graf, bekanntDurch ritterlich Walten im Schweizerland,

Euch blühen sechs liebliche Töchter.

So mögen sie", rief er begeistert aus,

„Sechs Kronen euch bringen in euer HausUnd glänzen die spätsten Geschlechter!"

Und mit sinnendem Haupt saß der Kaiser da,

Als dächt er vergangener Zeiten,

Jetzt da er dem Sänger ins Auge sah,

Da ergreift ihn der Worte Bedeuten.

Die Züge des Priesters erkennt er schnellUnd verbirgt der Thronen stürzenden QuellIn des Mantels purpurnen Falten.

Und alles blickte den Kaiser an,

Und erkannte den Grafen, der das gethan,

Und verehrte das göttliche Walten.

Schiller.

49. Die goldenen Eier.

Das Scepter und die Krone zu Achen feierlichMarimilian dem Sohne gab Kaiser Friederich.

Da durfte Niemand dürsten, man schenkte tapfer ein,

Das Volk und sieben Fürsten ertranken schier im Wein.

Nach altem Königsrechtc bcgieng man jeden Brauch,

Des Königs Kammerknechte, die huldigten ihm auch.

Zu seiner Krönungsfcicr, was brachten sie ihm dar?

Einen Korb voll goldner Eier, ein reich Geschenk fürwahr.