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Hello Thränen flößen nieder in ihren Schooß,
In der Dämmerstunde ward ihr Schluchzen groß.
Da sprang sie auf und Freude sprüht' aus den Thränen hervor.Sie sprach: Ich trage dich selber durch den Hof an das Thor.
Auf den schlanken Rücken nahm sie Herrn Eginhard,
Auf ihren schönen Hüften saß er nach Reitcrart:
So lief sie mit zarten Zehen durch den dünnen Schnee,
Trug ihn stark und sprang dann zurück so leicht wie ein Reh.
Und warf alsbald sich nieder vor der Himmelsmagd,
Ach, mit pochendem Herzen hat sie Göbete gesagt,
Alle, die sie wüste, und aus dem Herzen noch mehr,
Daß die heilige Jungfrau ihr geschenket Kraft und Ehr.
Kaiser Karl nun aber lag wach in selber Nacht,
Er dachte seines Reiches und dacht an Krieg und Schlacht;
Doch wie er dann sah fallen draußen den leichten Schnee,
Dacht er: Nun, das ist Spurschnee, zu jagen Hirsch und Reh!
Er trat ans Fenster: was sah er? er sah ein Mägdelein;
Drauf saß als wie zu Rosse rittlings ein Ritter fein;
Das Mägdlein war sein Töchterlein, der Ritter war Eginhard:Da faßte Kaiser Karl sich gar seltsam in den Bart.
In der Morgenstunde zu Achen vor dem SchloßLieß der Jägermeister zäumen Zelter und RossUnd die Hunde koppeln, denn er dachte sichKaiser Karl heut würde jagen lustiglich.
Im lockern Schnee scharrten die Rosse sonder Ruh,
An den Koppeln zerrten die Hund und bellten dazu;
Doch im Schloß die Fräulein suchten die Pelz im SchrankUnd die Ritter nahmen Armbrust und Bolzen blank.
Nur Kaiser Karl gedachte nicht der Jägerlust.
Hohen Rath zu halten gedacht er in der Brust.
Allen seinen Helden er alsoglcich befahlZu Gericht zu sitzen im hohen Kaisersaal.
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