Druckschrift 
Rheinsagen aus dem Munde des Volks und deutscher Dichter : für Schule, Haus und Wanderschaft
Entstehung
Seite
17
Einzelbild herunterladen
 

Kleve.

17

Das ist der jüngern Sohne Looß;

Doch Otto achtet es nicht groß:

„Was ist das sänke Leben nütz?"

Da riß er aus »nd ward ein Schütz.

Doch diesmal holen sie ihn ein:

Da marsch in die Capell hinein!

Schon steht die Braut vor dem Altar:Du bists zufrieden doch, nicht wahr?" —

„Herr, treibt mit mir nicht solchen Hohn,Wägt treuen Diensten bessern Lohn." —Bei meinem Eid! cs ist kein Spott:

Wie ziemte der? wir stehn vor Gott.

Der Priester traut das Paar geschwind,Laut weint die Mutter um ihr Kind:„Nun sage, wofür halst du dich?

Für Schützenkönig sicherlich.

„Ja fehlgeschoßen! Abgesetzt,Landgraf von Hessen bist du jetzt.Ich aber traf ins Schwarze heut,Wenn dich die Heirat nicht gereut."

K. S.