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Rheinsagen aus dem Munde des Volks und deutscher Dichter : für Schule, Haus und Wanderschaft
Entstehung
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An den Rhein, an den Rhein, zieh nicht an den Rhein,Mein Sohn, ich rathe dir gut,

Da geht dir das Leben zu lieblich ein,

Da blüht dir zu freudig der Muth.

Siehst die Mädchen so frank und die Männer so frei,Als wär es ein adlich Geschlecht,

Gleich bist du mit glühender Seele dabei:

So dünkt es dich billig und recht.

Und zu Schiffe, wie grüßen die Burgen so schönUnd die Stadt mit dem ewigen Dom:

In den Bergen, wie klimmst du zu schwindelnden HöhnUnd blickst hinab in den Strom.

Und im Strome, da tauchet die Nix aus dem Grund,Und hast du ihr Lächeln gesehnUnd grüßt dich die Lurlei mit bleichem Mund,

Mein Sohn, so ist es geschehn:

Dich bezaubert der Laut, dich bethört der Schein,Entzücken faßt dich und Graus:

Nun singst du nur immer: Am Rhein, am RheinUnd kehrst nicht wieder nach Haus.