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4 (1862) Der kleinen Schriften erster Theil
Entstehung
Seite
416
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ihre Advocatin ein langes Memorial aller Katzentugendcnherlieft, die sie das Jahr hindurch hat zusammenlesen können.Ich schweige still und sehe ihr in die Augen. Wenn sie aberfertig ist, sagt sie mit artiger Stimme:Sind Sie nichtgerührt?" Leider sagte ich immer bis jetzt:Nein!" unddie Sitzung war geschlossen. Den letzten März aber sagte ichstatt:Nein"Ja, und zwar durch Ihre schönen Augen,meine liebe Nachbarin." Wollte auch eben nach ihrer Handgreifen, als eine große Katze eifersüchtig auf den Kaffcetischsprang und mich durch ihre krampfhafte Mimik zur Stubehinaus jagte.

Ihren Besuch stattet mir die Dame in den Hnndstagenab, nimmt Abends eine kalte Schale bei mir und ich lese ihrder Hunde Lorbcerkranz und Ehrcnspiegel vor, und frage sieeben so:Habe ich Sie gerührt?" Vor wenig Tagen wardieser angenehme Abend, und ich erzählte ihr, was ich Ihnenhier melde.

Das Handle in von Breiten,zuerst etwas von seinem Vaterland und dann von ihm selbst.

In jener blühenden deutschen Zeit, da noch ein Sprichwortein Wahrwort, und deutscher Muth, deutsche Treue, deutscheRedlichkeit noch ein Sprichwort war, auch manches jetzt von derneuen Heerstraße fremder Sieger und fremden Handels weitabgelegene Landstädtchen sich als das lebendige Herz seinerumliegenden Gegend in reicher bürgerlicher Selbstzufriedenheitbrüstete, war auch Breiten eine stolze wackere Stadt. Siegehörte früher zur Grafschaft Eberstein, kam sodann an Baden,ward hierauf an Kurpfalz verkauft und kehrte in unserer Zeitwieder an Baden zurück. Breiten hatte ein reiches Spital, ein