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4 (1862) Der kleinen Schriften erster Theil
Entstehung
Seite
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sein Unteroffizier vorcommandirt, ihm zwölf Hiebe zu geben.Es wurde ihm mit Strenge befohlen, und er mußte es thun.Als er aber fertig war, nahm er das Gewehr des Mannes,den er geschlagen hatte, stellte es vor sich an die Erde, unddrückte mit dem Fuße los, daß ihm die Kugel durch den Kopffuhr und er todt niedersank. Das wurde an den König berichtet,und der Befehl, Prügel zu geben, ward gleich zurückgenommen.Seht, Vater, das war ein Kerl, der Ehre im Leibe hatte!"Ein Narr war es," sprach der Bruder.Freß deine Ehre,wenn du Hunger hast!" brummte der Vater. Da nahm meinEnkel seinen Säbel und ging aus dem Hause und kam zumir in mein Häuschen, und erzählte mir Alles und weinte diebitteren Thränen. Ich konnte ihm nicht helfen. Die Geschichte,die er mir auch erzählte, konnte ich zwar nicht ganz verwerfen,aber ich sagte ihm doch immer zuletzt:Gib Gott allein dieEhre!" Ich gab ihm noch den Segen, denn sein Urlaub waram andern Tag aus, und er wollte noch eine Meile umreitennach dem Orte, wo ein Pathchen von mir auf dem Edelhofediente, auf die er gar viel hielt, er wollte einmal mit ihrHausen. Sie werden auch wohl bald zusammen kommen, wennGott mein Gebet erhört. Er hat seinen Abschied schon genommen,mein Pathchen wird ihn heut' erhalten, und die Aussteuer habich auch schon beisammen, es soll auf der Hochzeit weiter Niemandsein, als ich." Da ward die Alte wieder still und schien zu beten.Ich war in allerlei Gedanken über die Ehre, und ob ein Christden Tod des Unteroffiziers schön finden dürfe? Ich wollte, essagte mir einmal Einer etwas Hinreichendes darüber.

Als der Wächter Ein Uhr anrief, sagte die Alte:Nunhabe ich noch zwei Stunden. Ei, Er ist noch da, warum gehtEr nicht schlafen? Er wird morgen nicht arbeiten können undmit seinem Meister Händel kriegen; von welchem Handwerk istEr denn, mein guter Mensch?"