gegen einige dunckele Zweifel.' raz
giebst, daß er an allen Orten, die man nahe, und in allenOrten, die man ferne nennen könnte, zugegen sey, daß erHimmel und Erde fülle, und von ihnen allen, wie unermeß-lich groß sie uns auch vorkommen, doch nicht könne begrif-fen , oder umschräncket werden, gleichwie ein Mensch undgeschaffener Geist von einem gewissen Ort eingeschrenckt wird,
! Ierem.2Z.v>2z.24. r.Kön.8.v.27. Psal.lZ9.v.6-io. Ueber-
dis ists auch ganH vernünftig zu gedenken, daß, da GOttder HErr allen seinen Geschöpfen ihr Leben und Wesen ge-geben, auch in seinem Welt-Gebäude alles selber im Bau-stande erhalten muß, so müsse er allen diesen Dingen gegen-wärtig und zugegen seyn. Was ist denn nun viel Nothdarnach zu fragen, wo wir bleiben werden, wenn wir dieVersicherung bekommen haben, daß uns GOtt zu sich sel-ber nehmen werde, an einen Ort, wo er seine allerhöchsteGegenwart in allerhöchster Majestät und allerhöchster Gna-de erweisen wolle? Dis treffe nun oben oder unten, zurRechten oder zur Lincken, so ist uns genug, daß es unseremGott und uns bey ihm unmöglich anders als unendlich undewig wohl gehen könne.
«?) weite aber ja jemand so eigenwillig darauf be-stehen, daß er einen gewissen Ort wissen muß, so kanman ihm etwas zur Antwort geben, daß man zwar nichterweisen kan, würde sich auch vor göttliche Majestät nichtschicken, die Geheimnisse von zukünftigen Dingen so erweis-bar zu machen: Allein es soll ihm eben so unmöglich fallen,
I es mit tüchtigen Gründen umzustoßen.
I Daß ein gewisser Ort in diesem grossen Welt - Gebäudesey, den GOtt der HErr zu seinem heiligen Tempel oderPallast, (o.Sam. 22. v. 7.) und zur Wohnung der heiligenEngel, und zum Orte der ewigen Ergötzung gewachst hat,davon redet die Schrift gar deutlich, und nennet ihn denhöchsten, item, den dritten, und den unsichtbaren Him-mel, .