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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Geographus oder vollständige Beschreibung aller in der H. Schrift benanten Länder und Städte, oder zur Geographie gehörigen Oerter und Sachen : Mit Mathematischen, Philologischen, Physicalischen, Moralischen, Politischen, Historischen und Theologisch-Mystischen Anmerckungen durchgehends versehen, wie auch mit der neuesten Geographie verglichen, und mit 15. accurat und sauber gestochenen Land-Charten erläutert
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gegen einige dunckele Zweifel.

rung; bis hat oftmals ungleich mehr von Gott zu sagen,als unsere sichtbaren Werke; es stehet von allen, und von

diesen

nie ihn so scharf, lebhaft und starck ins Gemüthe, als immerseyn kan; denn dis ist eins der allcrklcinsten Maßstabchen,die man in der Astronomie braucht, wenn man die Größe derWelt-Cörper einiger maßen erachten und messen will. Niehat kein Mensch einen solchen Berg gesehen: Wie gewiß, wievollkommen, wie deutlich wird nun der Begriff davon seynkönnen? Man muß ihn aus allerley Dingen nur zusammenfetzen, aber der Verstand ist zum Zusammensetzen vieler undverschiedener Dinge nicht allzuwohl ausgelegt. Doch es seyso, jeder bemühe sich, seinen Meilenwürfel im Gemüth so ac-curat fertig zu kriegen, und sich ihn so deutlich vorzustellen alsimmer möglich. So wird alsdenn die Frage zuerst entste-hen; Wie groß ist doch der Erdboden, den wir bewohnen;und wie entsetzlich viel ust denn der körperlichen Materie, dieihn ausmacht? Die Antwort ist nach der neuern Berechnungder diatbemLticorum 7, 987, 680,00O dergleichen kubische Mei-len. (Wolik. elem. 6eom. z,. 44.)

Hier kan man alle Welt provociren, und die allerscharfsin-nigsten Esprit fort? auffordern, daß sie doch kommen, und sichnur diese Anzahl der wurstichten Berge, die dem Raum unsersErdbodens gleich kommen würden, auch nur mit einer halbe»Deutlichkeit vorstellen möchten, um daraus den Begriff vonder Macht dessen, der diesen Klumpen zusammen getragen, feinzu kriegen- Wirds ihnen denn möglich seyn? Die geübtestenäritbmetici, die Zeit Lebens mit Zahlen umgangen sind, müs-sen zugestehen, daß sobald eine Zahl aufMillionen hinan steigt,(mancher muß wohl nahe bey den Tausenden stehen bleiben)so bald steigt sie über den menschlichen Begriff. Der gantzeMenschen Verstand ist nicht capabel, sich den gantzen Jnnbe-griff der in so einer Zahl ist, neben und mit einander, aufeinmalvom Ansangbis zum Ende derselben deutlich vorzustellen,sondernwird in sich selbst obtundirt, irre und verwirrt, und höret aufzu dencken, weil er nicht weiter kan.

Nun was zu thun ? Man wölke sich eben die Größe desErdbodens Und die Menge seiner Materie sehr deutlich vor-stellen, brachte zu dem Ende alles in Cubic-Mcilen, und gabderen Anzahl an. Der Begriff aber will nicht in den Kopf,denn die Zahl ist zu groß, und der Verstand zu klein: wo bleibt