Innhak. §
Fufistapfen ihrer Eltern stecken - so kan ihnen GGtt ihrVeroerben unvRebellion unmöglich unzugerecknet lasten.8) Wir sind demnach aufsdreyfache Weise im göttlichen Ge-richte verhaftet.
«) Wegen des Verlusts des göttlichenEbenbildes, und höchsterUnvermögenheit, GOtt die Schuldigkeit abzuführen; dableiben wir ewige Schuldner.
B) Wegen unterlassener Pflichten: Die können von uns ewignicht gut gemachet werden.
>) Wegen des allerhöchsten restus, das ist Schuld oder Ver-bindlichkeit zu allen Strafen,-sowegen beleidigter Maje-stät Gottes aufuns ruhet.
II. Grund-Satz. Gott kan uns ohne Satisfaction zunehmen, unmöglich gnädig werden.
«) Unmöglich kan er uns entlassen die Schulden erster Art,oder die Verbindlichkeit zum vollkommenen Gehorsam:sonst würde er sich selbst läugnen, und uns zu mdependen-len Herren machen müssen.
iS) Unmöglich die Schulden anderer Art: denn er kan keinenMenschen nicht aufeinen Augenblick vom Gehorsamvispensiren,folglich auch nicht von der Erstattung undGut-thuung der unterlassenen Pflichten.
7) Unmöglich die Schulden dritter Art, oder die Strafen, we-gen der wircklichen Verachtung seiner Befehle: Denni)Der Menschen Rebellion ist wider seine gantze Natur, undein Laster der beleidigten Majestät,r) Er hat die heiligsten Gebote gegeben, den Ubelthatern ent-setzlich gedrohet, und schreckliche Gerichte bereits in derWelt genug grübet.
z) Er hat schon langst alle Welt vor das jüngste Gericht be-schicken.
4s Er überzeugt jeden davon durch die Gewissens-Angst. Disalles kan Gott nicht vor die lange weile thun.
III. Grund-Satz. Darum hat Gott im Alten Te-stament eine vorbildliche Satisfaction gefordert,durch Vergiessung einer entsetzlichen Menge Bluts.Hier ist unleugbar,
«) Daß aü dis Blut-Vergiessen unter den Juden, und theilsHeyden geschehen, jenes auf Gottes ausdrücklichen Befehl;dis theils aus Gewissens-Trieb, theils aus Nachahmung.
A 4 ss) Daß