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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Geographus oder vollständige Beschreibung aller in der H. Schrift benanten Länder und Städte, oder zur Geographie gehörigen Oerter und Sachen : Mit Mathematischen, Philologischen, Physicalischen, Moralischen, Politischen, Historischen und Theologisch-Mystischen Anmerckungen durchgehends versehen, wie auch mit der neuesten Geographie verglichen, und mit 15. accurat und sauber gestochenen Land-Charten erläutert
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Von Italien.

sche. und gegen Süden und Westen das mittelländische Meerzu Brechen. Die Länge wird von dem AlpemGebirge bisauf die unterste Spitze auf 222; die Breite aber oben über100. und in der Mitte von einem Meer zum andern z6. Met-len gerechnet.

§. 2. Der LTlame Iwlis ist zu finden im N. Testam.Ebr. iz, 24. Act. 18, 2. c. 26, r. 6. Weil aber die Römerselbst nichts gewisses vom Ursprung dieses Namens aufbrin-gen können, indem etliche fürgeben, Italia sey genennet ent-weder von Italo, dem Ochsen des Herculis, der von Sicilienübergeschwommen; oder von den Rälbern,die in alt-Grie-chischer Sprache Imli geheissen; oder von einem alten Ita-liänischen Röntge, der Iwlus soll geheissen, und das Landder Sabinier und Lateiner recht angebauet haben ; So ha-ben die Gelehrten unserer Zeiten vermuthet, die Phönicier,so mit Schiffen zuerst das mittelländische Meer bestrichen,und in die Gegend Italic gefahren, hätten demselben diesenNamen gegeben. Darum meynet llocbartu8, sie haben es1 anfangs genennet Itaria, vom Pech, so in Lrutio, einer Land-schaft daselbst, in grosser Menge zu bekommen war, darausmir Verwechslung der Buchstaben nachgehends Italia wor-den sey. aber in seiner LM. Ltbiop. will be-

haupten, die Phönicier hätten diese Revier geheissen l-wli,d.i.die Insul der Geissen oder Ziegen, weil viel Geisten oderZiegen darinnen. Sonst wollen andere, daß mit dem Na-men It-rlii, einige Verwandtschaft haben die Syrischen Wor-te : I- 1 HeI?.Ü!, Inlula Ulnbriirum, damit sonderlich l-iinbeig,eine berühmte Landschaft in Italis. soll gemeynet seyn. Nochandere wollen den Namen aus der Teutschen Sprache her-leiten, daß es heisse iäel, d. i. eitel oder allzumal, alles miteinander, wie man sagt, eitel Männlein, Num. z, z«> eitelGüte, Ps.2s,iO. eitel Myrrhen, Ps. 45, y. eitel Thorheit,Ps. 49,14. daher man glaubt, daß Italic von den Teutschen,wegen seiner »»gemeinen Fruchtbarkeit, und weil es alleFrüchte, die zu des Menschen Erquickung dienen, reichlichträgt, und mit einem Wort Alles darreicht, den stolßen Na-

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