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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Geographus oder vollständige Beschreibung aller in der H. Schrift benanten Länder und Städte, oder zur Geographie gehörigen Oerter und Sachen : Mit Mathematischen, Philologischen, Physicalischen, Moralischen, Politischen, Historischen und Theologisch-Mystischen Anmerckungen durchgehends versehen, wie auch mit der neuesten Geographie verglichen, und mit 15. accurat und sauber gestochenen Land-Charten erläutert
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von phönicien. 679

sam verkrochen. Darum, ob gleich die Phönicier ursprüng-lich Cananiter waren, haben sie sich dennoch dieses Namensnachmals geschämet, weil sie von den Kindern Israel, unterdiesem Namen, als ein verfluchtes und verbanneceö Volckmit den blutigsten Kriegen verfolget, und mit grossen Nieder-lagen vertrieben worden ; haben also lieber nach dem unterihnen berühmtesten, edelsten und tapfersten Geschlecht derAnakicer sich genennet, Num. iz,7Z. 79. Deut. 1,28- Ios.n, rr. 22. Sie wurden auch gar Syrier und Syro-Phö-mcier genennet, Marc.7,76. Die Griechen aber haben nachihrer Art, das Hebräische Wort verändert, und

mit einem in ihrer Sprache gebräuchlichen Wort d.i.eine Palme, ausgesprochen, gleichwie sie auf solche Weiseviele Völcker, Städte und Oerter, so Hebräischen Ursprungssind, nicht nur in ihrer Sprache unterschieden, sondern auchnach ihrer Mund-Art geschmiedet, als wenn sie bey ihnen gargebohren wären. Also haben sie z.E. aus lylopb Iclelnpliis,aus fluli a 6'/rla, aus l^liibeletli kubzstu«, aus lapbnerl)apbne, auö Ovbii; k^biios, auöklüiili3:a^I!opb^Io8 U-d-gl.mehr gemachet.

§. z. Die bekanntesten Flüsse in Phönice sind vor Al-ters gewesen:

i) Der s i. L v r « e n v s, ein bey den alten Scriben-ten berühmter Fluß, im Lande Hemath, i Macc. 12,75. zo.c. n, 7. zwischen Orthosia und Tripoli, nicht fern von derInsul^rgstue, gleichsam die Grentze zwischen Syrien undPhönicien, nach dem Zeugniß ^lrabonis; wiewohl ihn kii-niu8 I^iü. Nar. b.ib. V. c. 20. nahe um Orthosia haben will,und daß er sich gleich gegen der Jnsul ^rr>äu8 über ins Meerausleere. Weil aber heut zu Tage das Wasser allhier umOrthosia nur klein und schlecht ist, ob wohl der Fluß ein brei-tes Gestade hat, nebst einem Ueberbleibsel einer steinernenBrücke, auf der man ehemals hinüber gesetzt; i) so kommtandern wahrscheinlicher für, daß der Nams Llemberus,demjenigen Fluß in der grossen Ebene ^unia zukommt, den

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i) viä. Lkunärels Reise-Beschr. y. zz. coll. x. r;.