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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Geographus oder vollständige Beschreibung aller in der H. Schrift benanten Länder und Städte, oder zur Geographie gehörigen Oerter und Sachen : Mit Mathematischen, Philologischen, Physicalischen, Moralischen, Politischen, Historischen und Theologisch-Mystischen Anmerckungen durchgehends versehen, wie auch mit der neuesten Geographie verglichen, und mit 15. accurat und sauber gestochenen Land-Charten erläutert
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654 Don Ethropien

lich zu wohnen ist, so ist dennoch Abyßinien an den meistenOrten überaus fruchtbar an Getreyde, Citronen, Pome.rantzen, Feigen, Rosinen, Granaten, Honig, Wachs,Wein und Baumwolle, item Weyrauch, Myrrhen undSennes - Blätter; gleich wie auch an Hirschen, Füchsen,Wölfen, Gemsen, Affen, Elephanten, Löwen, Tyger,Panterthieren und Naßhörnern kein Mangel im Lande ist.

H. 4. Die Flusse oder Wasser des Mohrenlandes,Es. 18/1. Zeph-Z,io. sind die beyden Haupt-Flüsse in gantzAfrica der Mus und der blizer.

Der Nilns entspringt an dem Fuß eines Berges im Kö-nigreich Ooj-iino, ganH unten in Abyßinien, und nachdemer unweit von seinem Anfang mit etlichen andern Bachenverstärcket, ergießet er sich mit einer ziemlichen Krümme ineinen See, aus welchem er aber wieder herauskommt, undmit einer noch grössten Krümme, nach dem See Lembre oderLaire läuft, aber auch in diesem nicht bleibet, sondern sofortdurch ganH Abyßinien nach Egypten zuläuft, nachdem ervorher mit Hülfe etlicher anderer Flüsse dieInsul Ueroefor-miret hat.

Der Niger oder lölist-r, d.k. derschwarhe Fluß, hat mitdem Mo einerley Quelle, sondert sich aber oberhalb demSee Loire von demselben ab, und macht darauf einen See,von bannen er weiter unter einem Berge weg in den SeeLorno, und so fort gegen Abend durch Nigriticn, mit fünfgrossen Ausflüssen, nach dem Alantischen Meer fließet.

Beyde grosse Flüsse haben die Eigenschaft, daß sie umdie Zeit des Sommer - Lolttnü, wenn sich die Sonne demNord-Pol nähert, mächtig anlaufen, über die anliegendenFelder auStreten, und dieselben fruchtbar machen; davon dieUrsach dem vielen Regen, welcher alsdenn in Ethiopien 0»dentlich fällt, zuzuschreiben, und welcher allein von den hohe»Gebirgen, deren diß Land ganH voll ist, und welche wegenihrer grossen Höhe nur die Monden-Berge genennet wer-den, an welchen die durch der Sonnen-Hitze aufgezogene

häufige