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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Geographus oder vollständige Beschreibung aller in der H. Schrift benanten Länder und Städte, oder zur Geographie gehörigen Oerter und Sachen : Mit Mathematischen, Philologischen, Physicalischen, Moralischen, Politischen, Historischen und Theologisch-Mystischen Anmerckungen durchgehends versehen, wie auch mit der neuesten Geographie verglichen, und mit 15. accurat und sauber gestochenen Land-Charten erläutert
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640 Von Egypten.

ne Schwester und Gemahlin Cleopatra zur Mit-Regentinannahm, koinxejo, der nach der Pharsalischen Schlachtseine Zuflucht zu ihm nehmen wollte, den Kopf abschlagenund entgegen bringen ließ; endlich aber bey einer mitOs-sgre gehaltenen Schlacht im Nilo ersoff.

iz) a l-Lor-^i-des vorigen Gemahlin und Schwe.ster, welche von 7 - e^lare eingesetzet, endlich aber samt ihremandern Gemahl Antonio von OcIavirmo in der AttischenSee-Schlacht überwunden, Egypten aber in eine RömischeProvintz verwandelt worden ; wobey so wohl ^ntomur alsCleopatra sich selbst umbrachten.

So lang Egypten eine Provintz des Römischen Reichswar, ist es von besondern Land-Voigten oder Gouverneursregieret worden, und nahm das Christenthum, sonderlich un-ter den Christlichen oder Griechischen Kaysern darinnen sehrüberhand.

Im Jahr Christi 640. haben die Araber oder Sarace-nen sich von Egypten Meister gemacht, und ein eigen Cali.phat darinnen angeleget, bis endlich 1244.Liüaclis die Herr.schaft derer sogenannten Mamelucken einführte, welchebis 1517. ihre eigne Sultanen hatten, welchem Regiment a.ber der Türckische Kayser Selim ein Ende machte, von wel-cher Zeit an das Königreich Egypten beständig unter Tür-ckischer Bothmäßigkeit geblieben, und von den Türckische»Bassen im Namen des KayserS regieret worden.

§. 19. Der mystischen Bedeutung nach ist Egy.pten eine gantz besondere Figur von dem geistlichen Babel,der grossen Apocalyptischen Hure, nach Apocal. n, 8. da diegeistliche Babylon ausdrücklich genennet wird Egypten,und zwar im geistlichen Verstände. Der

Grund der Vergleichung liegt vornemlich in folgendenStücken:

i) In dem äussern Ruhm der Egyptier. «) Von ih-rem Alterthum; sintemal sie sich fälschlich für das allerälts-ste Volck auf dem gantzen Erdboden ausgaben, und daß ihreKönige in unverrückter Reihe von uralten Königen abstam.