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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Geographus oder vollständige Beschreibung aller in der H. Schrift benanten Länder und Städte, oder zur Geographie gehörigen Oerter und Sachen : Mit Mathematischen, Philologischen, Physicalischen, Moralischen, Politischen, Historischen und Theologisch-Mystischen Anmerckungen durchgehends versehen, wie auch mit der neuesten Geographie verglichen, und mit 15. accurat und sauber gestochenen Land-Charten erläutert
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Von Egypten.

seyn mag, so wird daher Egypten das Land Ham genennet,Ps. Ivz, 2Z.27. Ps.ioü, rr. und dl'eEgyptier heissen die er-sten Erben in den Hütten Ham, Ps. 78,; l. Weil Klir, aimunter den Söhnen Ham der erste gewesen , der in Afrikasein Erbtheil bekommen, Chuö aber als der älteste sich inArabien fest gesetzt hatte. Bey dem ^iutarclio heisset Egy.pten daher Xy^« , Lbema oder Lbanna, oder wie es dieCopten noch heut zu Tage nennen Obemi. Der NameLLyprns ist dem Lande von den Griechen beygelegt worden,und ist seiner Bedeutung nach unbekannt; naelMIIeri Aus-legung soll er so viel heissen , als das Land Lvxtos oderkopko8, von einem Sohn des Mizraimö, welcher Lopr sollgeheissen und die uhralte Stadt Loptus inOber-Egyptenge-bauet haben. Es ist aber glaublicher, daß der NameLuptos aus der Arabischen Mund-Art entsprossen; denn dieAraber haben, wie schon 8caIiAerwohl angemercket, aus demWort Egypten ihr kupl und LI-Kupt formirt. Darausist der Name Copten erwachsen , womit noch itzo die altenChristlichen Einwohner Egypten-Landes bezeichnet werden.

§. z. Egypten ist ein sehr bergichtes Land, undma»chen die vielen und grossen Gebirge, nebst ihren Wüsteneyen,so gar den grösten Theil desselben aus. Ueberhaupt sind zumercken die zwo Reihen oder Ketten-Gebirge an der West.Seite und Ost-Seite des Nil-Stroms, davon dieses inson-derheit gleich einer grossen Mauer, längst dem Ufer des Nilsfortgehet, und sich in die 900. Meilwegs weit über Egyptenerstrecket. K) Es ist voll holer in Felsen gehauener Grüften,welche ursprünglich zu Stein-Brüchen gedienet haben, wor-aus man die Materialien gezogen, die Städte und Pyrami-den zu bauen; nachmals haben sie gedienet zum Aufenthaltder Einsiedler in der Wüsten.

Die lVüste zwischen dem rothen Meer und dem Gebirgean der Morgen-Seite des Nils ist sehr groß und weit, undwird genannt die Wüste Thebais, deren untern Theil in Nie-der-Thebaide vor wenig Jahren der Jesuit 8lcarcius fast von

Schritt

k) Siehe k.buc. erste Reise nach der Levante, x. m. 47-