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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Geographus oder vollständige Beschreibung aller in der H. Schrift benanten Länder und Städte, oder zur Geographie gehörigen Oerter und Sachen : Mit Mathematischen, Philologischen, Physicalischen, Moralischen, Politischen, Historischen und Theologisch-Mystischen Anmerckungen durchgehends versehen, wie auch mit der neuesten Geographie verglichen, und mit 15. accurat und sauber gestochenen Land-Charten erläutert
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296 Von der Stadt Jerusalem.

hem, Joppe oder Rama genannt, stehet gegen Abend, nahebey dem Schloß der Stadt.

2. Das Thor Damasco ist gegen Mitternacht.

z. Das Thor Herodis, nach dem nechst dabey stehen-den Pallast Herodis also genannt, siehet auch gegen Mitter-nacht.

4. St. Stephans-Thor, gegen Morgen, hat den Na-men von dem ersten Märtyrer N. Testaments Stephans,der allhier zur Stadt hinaus gestoßen, und nicht weit davongesteiniget worden seyn soll.

5. Das güldene Thor, gegen Morgen, ist ißo zuge-mauert, weil die Türcken vorgeben, daß der König der gan-Hen Welt, nach der Eroberung Jerusalems, durch dasselbeeingehen werde.

6. Das Mist-Thor, gegen Mittag, durch welches allerMist und Unflath aus der Stadt gebracht wird.

7. Das Thor des Berges Zion, gegen Mittag, dadurchman nach dem Berge Zion hinaus gehet.

Alle Thore sind nach der Weise des Landes, mit dicken ei-sernen Platten, zu mehrer Stärcke beschlagen, den Araberndas Abbrennen zu verbieten : Man gehet durch die Thorezur Seiten, also, daß niemand von aussen in die Skadtsehen,oder die Straffen kennen kan. b) Die Stadt selbst soll nach1devenot8 Bericht schlecht gebauet und die Häuser alt undverfallen seyn, und ihre Gassen eng und krumm. Die vie-len heiligen (Derter, die in und um dieselbe gewiesen undverehret werden, geben ihr noch das meiste Ansehen und diebeste Nahrung. Es stehet aber leicht zu ermessen, was fürein starcker Glaube dazu gehöre, wenn man die in und zu-nechst um die Stadt angewiesenen Oerter für die wahrhaftenStellen und Kennzeichen, so noch von der Zerstörung über-geblieben sind, halten soll, da man weiß, wie in der Verwü-stung kein Stein auf dem andern gelassen, sondern alles vonGrunde aus geschleifet, und mit dem Schutt so gar die Thä-ler und Ebenen um die Stadt ausgefüllet und bedecket wor-den,

b) vsxp. I. c. »8».