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Von der Stadt Jerusalem.
Tempel wieder aufzubauen trachteten, ließ der Kayser ^lim4Igcjr»n>i8 die übergebliebenen Thürne und Mauren nieder-werfen, und die Stadt mitSalß bestreuen; indessen aber ei.ne neue Stadt anlegen, aber in einem weit engern Begriff,und beynahe gar an einem andern Orte, indem der BergZion, zugleich mit dem Ort des Pallasts Salomoniö und diegantze Seite gegen Mitternacht ausser den Umkreis der Stadtgesetzet, hingegen- der Berg Golgatha samt dem Grabe desHeylandes in die Stadt-Mauren gezogen ward : auch ver-änderte er den Namen der Stadt, und nannte sie His, mitwelchem Namen sie auch beyden ArabischenScribentenundkcolonirco bezeichnet wird. Ueber dieses verbot er den Jü-den, sich nicht mehr als des Jahrs einmal vor den Mauren se-hen zu lasten, um ihre Zerstörung zu beweinen, wofür sie ei-ne gewisse Summe Geldes erlegen musten. Damit er aberauch den Christen die Schedelstätt zu einem Greuel machenmöchte, ließ er daselbst einen Venus-Tempel, und an dem Ort,wo Salomons Tempel gestanden, ein Bild des OlympischenJupiters, neben dem sinnigen zu Pferde aufrichten, x) Indiesem Zustande blieb Jerusalem bis auf das Jahr ChristiZ 26 . da der Kayser Lonlimtinuz ^l. samt seiner Mutterblelena, daselbst das Christenthum einführte, die Götzen-Tempel und Bilder verwüstete, und an den heiligen Oerternviele Kirchen aufbauen ließ. Worauf es hernach neu Je-rusalem genennet, auch alsbald mit Christen angefüllet ward.
Der Kayser sulisnm Lpoüsta, erlaubete aus Haß gegenChristum, den Jüden den Tempel Salomoniö wieder aufzu-bauen, um seine Worte zur Lügen zu machen, daß dieser Tem-pel beständig wüste liegen, und kein Stein auf dem andernbleiben sollte; sie wmden aber durch augenscheinliche Gerich-te Gottes, mit Feuer-Klumpen, Erdbeben und Wetter davonabgeschrecket, y)
Im Jahr Christi 6 oo. nachdem Oosroes, König in Per«sierr, gantz Syrien mit einem mächtigen Heer angefallen hat-te, ließ er auch Jerusalem gäntzlich ausplündern, verwüsten,
die
r) ib. p. x) ib. p.