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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Geographus oder vollständige Beschreibung aller in der H. Schrift benanten Länder und Städte, oder zur Geographie gehörigen Oerter und Sachen : Mit Mathematischen, Philologischen, Physicalischen, Moralischen, Politischen, Historischen und Theologisch-Mystischen Anmerckungen durchgehends versehen, wie auch mit der neuesten Geographie verglichen, und mit 15. accurat und sauber gestochenen Land-Charten erläutert
Entstehung
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des gelobten Landes. »8?

§. 4. Das Wort wird von grossem und mehrebenen Oertern gebraucht, die einem Gefilde gleich sehen,doch aber niedriger, als das anliegende Feld selbst find» 6)Dergleichen Namen führen

1) Das Thal Rephaim,d.i. Riesen-Thal, von wel-chen es ebemahls bewohnet worden, Gen. 15,20. es erstrecktesich an der Grentze Juda und Benjamin, von dem ThalHinnom bis gegen Bethlehem, Jos. 15, 8. c. 18,16. Davidschlug allhier die Philister, daher die Stätte Baal-Phrazim,d.i. der Ort des Durchbrechenö genennet worden, nebst demnahe gelegenen Berge, 2 Sam-5,13.20. c.rz,iz. i Chron.12,15. Es2Z, rr.

2) Das Thal Isfaphae, von dem Könige Juda Josa-phat, der etwa ein prächtiges Merck allhier gestiftet oderherrliche That verrichtet, also genannt, ist das Thal zwi-schen der Stadt Jerusalem und dem Oel-Berge gelegen,Joel. z, 7. Es erstreckt sich ungefehr 2000. Schritte vonMitternacht bis Mittag in die Länge aus , nemlich von demGrabe Mariä, bis an den Brunn Nehemiä. Auf Seitender Stadt, sonderlich gegen Mitternacht, ist es durch Einwer-fung der Erde und Steinhaufen der Stadt und des TempelsaufBefehl des Römischen Kaysers 1iti und ^cirigni sehr an-gefüllet worden, doch ist es auf dieser Seite zum wenigstennoch 250.Schritte, und an Verändern Seite desOel-Bergs,vermehr als einmahl so hoch ist, 5. oder600.Schritte tief;der Grund aber ist eng, und nicht viel breiter als der Grabendes Baches Kidron , jedoch wird er allmählig weiter, undmacht sonderlich an dem Fuß des Berges Zion und desBerges des Ergernisses ein Feld, das zoo. Schritte mitKorn und andern Gewächsen besäet, auch mit vielen Oel-und Feigen-Bäumen bepflantzt ist. An demselben Ort heistes das Thal Silos, so bis an das Thal Hinnom reichet. Vor-zelten war es ein allgemeiner Gottes-Acker des gemeinen undschlechten Volckö, wie denn noch heute viele in Felsen aus-gehaltene Gräber daselbst gesehen werden, und die Juden auch

M 5 noch

ö) kelsliä. l. c.