iz2 Von einigen in H. Schrift benannten
Ort Alherok, in einem greulichen wilden Thal, durch den zuseiner Zeit ein grosser Wasser-Fluß rauschet.
Die achte Tage, Reise, den 17. Sept. in eine Wüsten,da Berg und Thal, Stein-Felsen und Sand, sind eben alsSaltz, zu einem dürren Thal, und aus demselben durch eineweiche und leimichte Gegend, bi'6 zu einem hohen weiffen Ber-ge Lhalep genannt. Von dem Berge kam man in einweißgründiges Thal Mesmar genannt, allwo nichtfernfasthohe weisse Berge stunden, bey denen vor Zeiten Metall,Gruben möchten gewesen seyn.
Die neunte Tage-Reise, den 18. Sept. in ein Gebirge,da der Berg Sinai von fern zu sehen war, wie auch zur Rech-ten das rothe Meer. Nachdem man die steilen Felsen mitGefahr herab gestiegen, lagerte man sich an einem Ende Ra-marhym genannt, unter dem Gebirge, allwo man den folgen-den Tag stille gelegen.
Die zehende Tage-Reise, den 20. Sept. durch ein an-der rauh Gebirge, wo nichts als etliche dvrnichte Hecken, de-rer Blüthe wohl roch, wuchsen, in einem lustigen Thal, daszu beyden Seiten hohe Gebirge von rothen glatten Steinenhat. Da sahe man Wald-Esel und ein groß Thier, grösserdenn ein Cameel, so für ein Einhorn gehalten worden.
Die cilfte Tage,Reise, den 21. Sept. durch ein Thal bisan eine grosse Ebene, Abalharok genannt, wo Moses dieSchafe Jethro gehütet hat, daselbst wohnen viel Araber inden Hölen und löchern der Felsen.
Die zwölfte Tage Reise, den 22. Septembr. bis an denBerg Sinai, durch viele krumme Thaler mit steilen Felsenumschlossen, auf einer sandichten Ebene, voll rothen Sandes,wie denn die Felsen und Berge auch roth scheinen: und aufdieser Ebene haben die Kinder Israel campirek.
11 . Der Weg aus Egypten oder dessen Hauptstadt Cai-ro nach dem Berge Sinai. Dieser ist viel bekannter als dervorige, und wird auch heute zu Tage von den Pilgrim ammeisten bezogen. Es ist derselbe 12. Tage-Reisen lang, undzeucht man 6. Tage auf einer Straffe, die gut und wohl be-
wohnet