122 Von etlichen gemeinen alten Gebräuchen
ißogar mit Eisen beschlagen, und des Nachts wohl geschlossengehalten. I)
§. iz. Allhier können wir nicht umhin, von dergemei.nen Beschwerde, welche die heissen Länder im Morgenland,wegen ihres hißigen Llünztis, von.der schädlichen Witte-rung und winden so oft erleiden müssen, mit wenigem et-was zu erwähnen. Denn ausser, daß der Ost-Wind, weiler über lauter Land wehet, das zumal dem hißigen Strichunter der Linie so nahe liegt, und also keine Feuchtigkeitenmit sich führet, dergestalt dürre ist, daß er zuweilen die Saatund andere Gewächse verbrennet, Gen. gr, 6. Exod. 14, sr.Job. 27,21. Es.27,8. Jer. 4,n. c-18, r?-c.iz,l. Ezech.17,io. c. 19, l2. Hos. iz, 15 - Ion. 4,8. Hab. i, 9. so ist doch nichtsschädlicher, als der heisse Südwind, Luc. 12,55. maßen der-selbe die Menschen ganß entkräftet, ja gar tödtet, in) und
daher
l) Man gehet durch die Thore der Stadt zur Seiten, also, daßniemand von aussen in die Stadt sehen, und die Strassen be-kennen kan- Es sind auch die Thore nach der Weise des Lan-des mit dicken eisernen Blattern zu mehrer Starcke beschla-gen , den Arabern das Abbrennen zu verbieten, vsxx. I. c.it. dessen Beschreib. ?3ls:kin. x, rzr.
m) Auf der Reist von Suez nach Cairo hatten wir langer alseinen Tag, einen so heissen Wind, daß man ihm den Rückenkehren muste, um Athem zu holen, und alsbald man den Mundgeöffnet, hatte man ihn voll Sand; das Wasser war davongleichfalls erhitzt, als war es beym Feuer gewesen. DasJahr vorher haben einige dieser Winde die Caravan« vonMecca dergestalt incvmmodiret, daß bey 2000. Menschen da-von in einer Nacht gestorben. lbeven.k.i.x.;;7.
Wenn ein Südwind einfallt, entstehet gemeiniglich eine sobedampfend heisse Luft, daß oft in einem eintzigen Tage 4°°-bis ;c>o. Menschen verschmachten, maßen man alsdenn nichtsanders, als eine mit Feuer und Staub vermischte Lust in sichziehet, so, daß man alle Mühe anwenden muß, um nicht zu er-sticken ; doch hat man dawider kein ander Mittel, als daßman mit einem Mantel überdecket, sich auf die Erden leget,und oft ein Schnupftuch in Wein-Eßig getunckt, vor die Nasehalt. k. l.uc.zt« Reise nach der Levante, k.l.x. 286.