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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Geographus oder vollständige Beschreibung aller in der H. Schrift benanten Länder und Städte, oder zur Geographie gehörigen Oerter und Sachen : Mit Mathematischen, Philologischen, Physicalischen, Moralischen, Politischen, Historischen und Theologisch-Mystischen Anmerckungen durchgehends versehen, wie auch mit der neuesten Geographie verglichen, und mit 15. accurat und sauber gestochenen Land-Charten erläutert
Entstehung
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94 Don etlichen gemeinen alten Gebrauchen

Das Morgenländische Frauenzimmer hat im Gebrauch,ausser ihrem Kleider-Puß, von köstlichen Leinen, Seiden undCattun, ihr Gesicht, Augen und Lefzen zu mahlen öder zuschmincken, und ihre Ohren, so gar auch die Nase, Hände undFüsse mit Perlen und Edelsteinen, Gold und Silber zu zie-ren. r) Darauf gesehen wird, Ezech. 16,10 - iz. Es. z,i6-2;>coll. r Tim. 2,9. i Pet. z, z. Die alten Miegs -- Massensind noch heute zu Tage bey keinem Volck mehr im Gebrauch,

als

2) Des Arabischen Frauenzimmers Kleidung besteht vornem-lich in 2. Hemden, davon das obere mit gefärbter Seide,auf einem Cattunen Grund durchwebt ist- Ueber dem Hem-de tragen sie einen Mantel oder Rock mit Ermeln, von schlech-tem Zeuge, schwartzer und weisstr Farbe. Das Haupt istmit einer silbern spitzig zugehenden Mütze bedeckt, die mit ei-nem schwartzen seidenen Tuche ringsum bewunden, auch mitPerlen und Edelgesteinen gestickt ist. Ihre Ohren sind mitköstlichen Juwelen gezierer, und an der Nase, welche durch-bohret ist, hanget eine grosse Perle oder Agath-Stein. Et-liche haben wohl». oder z. grosse Steine, verschiedener Far-ben, und so groß, als Amandeln darinnen hangen. Sie ha-ben über solches eine grosse Schnur Perlen an das Haar ge-heftet, und tragen an ihren Handen und Küssen silberne Bän-der, woran kleine silberne Ringe geheftet sind, die im Gehenoder Bewegen, als Schellen klingen. - - - Sie färben auchdas Weiss« der Augen schwartz. Die Magdlein lassen sichnach ihrem siebenden oder achten Jahr Zierraths-halber, insAngesicht, aufdie Armen und Brüste Laubwerck, Blumen undandere Zeichen drucken, und sich alle Jahr, bissieverheyra-thet sind, ein neues Maal setzen. Dieses Maat vergehetnicht, weil dasselbe mit Dinte von Ochsen-Galle. Myrrhenund weisst» Bilsen-Sast, samt der schwartzen Fettigkeit vonder Oel-Lampe gemacht wird- In diese Dinte werden Na-deln eingetaucht, womit hernach die Haut durchstochen, undnach vcrlauffenem Blut die Farbe in den Stich gebrachtwird- Hände und Füsse färben sie mit den» Pulver eckcsnn»roth, und wie vielmehr sie Hände und Füsse darnach waschen,je röther werden sie. Männer, Frauen, Töchter und kleineKinder färben den Rand des Aug-Apsels und das Weifst derAugen mit dergleichen Dinte, welche bey ihnen co»Kcl ge-nannt wird, schwartz. vapp. l. c. p. 21z, Siehe oben §- 6 .x. 8 s.