Druckschrift 
7 (1852) Comoedien
Entstehung
Seite
483
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Die treuen, milden Herrscher folgend steigen,

Wer einen Kaiser wie die Donau hat,

Der ist gcdccket von des Himmels Schild,

Und mögen alle wilden Wetter rasen,

Er steigt empor auf kühnen Siegcsstraßen!

Ä u c.

Heil dir, o Donau, Heil und Ruhm und Sieg!

Rhein (nach seinem Flusse schauend, der bewegt ist).

Was ist's das meines Stromes Fluth bewegt?Der Tag war ruhig und der Abend sank,

Den schönsten Morgen uns verkündend, nieder,

Und dennoch schlägt die Welle zürnend au,

Gleich wie im Sturm die Meerfluth zürnend schlägtAn's Schiff, das einen Ungerechten trägt!

Main (auf die Fluch schauend).

Ich sehe meine gelben /Wogen, dieSich spät erst mischen deiner grünen Fluth,

Mit Blut gefärbt; es ward geschlagen wohlAn meines UfcrS Rande blut'ge Schlacht!

Nymphe derJfcir gerüstet, mit der bayerischen Flagge in der Hand, eilt hervor.

I sa r.

Sieg! Sieg! an deinem Ufer, edler Main,

Gefochten haben meines Bayerns LöwenUnd deine Adler, heldcnmüth'ge Donau!

Gebrochen von der deutschen Rächer SchwerdtFloh unseres Feindes letzte Macht, o Rhein,

Hin über deinen Rücken in die Beste,

Und Frankfurts alter Dom erschallet wiederVon Dankgcbctcn hoher Siegesfürstcn!

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