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7 (1852) Comoedien
Entstehung
Seite
446
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Ä46

C u r t i u s.

Nun, ihr Lieben, laßt mich reden,

Und dann wollet für mich beten!

(Pause der.Sammlung, er richtet sich auf, und sprichtmit Ernst und Strenge:)

Als in Rom, woher ich stamme,

Feindlich sich der Markt zerrissen,

Stieg aus HöllenfinsternissenEine gift'ge Todesflamme,

Und dem sorgenden SenatGaben die Orakel Rath:

Werft das Theuerste zum Schlund,

Dann schließt sich der Hölle Mund!"

Curtius, mein hoher Ahne,

In der Rüstung Gold ein Gott,

Stieg zu Roß und nahm die Fahne,

Sprach:An Werth ist Alles SpottGegen eines Helden Leben!"

Gab dem Roß den Sporn, sich hebenSah man es, und wiehernd beben,

In den Schlund stürzt Mann und Roß,

Und der Hölle Mund sich schloß!

lEr wende! sich mit Rührung an die Seinen.)

Dich Gewalt und deine BrlldcrMuth und Eifer seh ich wieder,

Nach der deutschen SiegesschlachtMich mein schönstes Kind anlacht!

Du Victoria!

Du auch Gloria!

Weinet nicht;

O Stcrnenlicht!

Laßt die Fahnen niederschweben,

Also muß der Helden Leben