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wieder, daß ich in ihr der nie gekannten hohen Eltern Ruhmerneue, und sie in mir. Ruhm! du frecher Stolz der Jugend,des Mannes Kinderspiel, Gebiß in des Rosses schäumendemMaule; Ruhm! des Greises Strohbett, Schattenspiel zwischenTod und Leben; wie bunt lag deine Brille über meinen Augen,da ich mit Heeresmacht vor diesen Mauern lag; ich dünkte weisemir, weil ich mit Winkelzügen die armen Bürger hungernlehrte, ich glaubte stark zu sein, weil ich Menschen bezwäng,die schwächer waren als ich; aufhellen wollte ich der eigenenGeburt Dunkelheit! — „Wer ist sein Vater?" fragten sie,„Muth!" wollte ich antworten; „wer ist seine Mutter?" —„Jugend!" so wollte ich sprechen, und kühn leben, und zu denBürgern dieser Stadt, die keck mich schimpften: „Findling
aus des Nachbars Land, verschone uns, wir haben Eltern, dieum uns weinen!" zu ihnen sprach ich: „Die offne Welt istmeiner Mutter Leib, die Welt soll um mich weinen, um michsich freuen; da ich durch eure Thore ging, ward ich geboren,siegreich geboren, wehe, wie ist das Leben mir zu eng!" sosprach ich, glaubte neu zu sein, und meines eigenen Lebenseigener Erfinder! — O Ruhm! du armer Ruhm! wie ich michbrüstete, so hatte mich schon längst ein schwaches Weib geträumt,so hatte die geliebte Mutter, ach! die ich nie gekannt, in ihrerTräume Sehnsucht mich geschaffen; da ich in jene Hallenmuthig schritt, da stand ich schon und fühlte, wie die frecheThat zu spät nur kommen kann, wo Phantasie im Leben einsambildet! — O, ich glaube nun, ich weiß nicht mehr, und nurder Gläubige sei ferner mir ein Weiser! (S-i-rUch- Musik,
Niualdo hört mik Andacht zu, kniet zur Erde nieder, dem Bilde des Rittersgegenüber.)