Druckschrift 
7 (1852) Comoedien
Entstehung
Seite
58
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Zweiter Austritt.

Fclir und Sarmicnto.

Fclir.

Ich bin entschlossen, ich will gleich hin, und Alles anwen-den, des Mädchens Muhme zu bewegen.

Sarmicnto.

Mein Freund, Muhmen gehören nicht unter die beweglichenGüter. Ihr müßt das Mädchen sogleich entführen und nachEurem Gute bringen.

Fclir.

Ihr seid zu rasch. Kaun eines schwachen Mädchens Rufeine solche Reise vertragen?

S a r m i c ii t o.

Ich könnte Euch zwar erwiedern, daß Schwindsüchtige durchCourierreiten oft curirt werden; doch ich frage besser: Was wolltIhr an ihr verändern als ihren Ruf, wenn Ihr sie hcirathet?Die schnelle Reise wird Euch keine Hörner aufsetzen, setzt EurenKopf auf, stoßet in das Horn, betrügt die Weile, indem Ihrden Pferden über die Ohren haut, so wird die Reise vor Eileden Athem verlieren, Eures Mädchens Ruf zu verderben.Geht, Ihr seid ein anderer Mann als Euer Vater!

Fclir.

Ich bin nur meines Vaters Sohn, und schone in meinerGeliebten seine Tochter. In jedem Fall ist die Sache ver-drießlich. Ich kann sie nur durch schnellen Zwang erringen,und meines Vaters Einwilligung bleibt unsicher.

S a rINicnt o.

Wen liebt Ihr denn mehr, dies Weib, oder Euren Vater?

Fclir.

Ich liebe meinen Vater wie meine Ehre, ich sterbe fürBeide, denn ich kenne ihn nur wie meine Ehre, er und sie sind