Druckschrift 
7 (1852) Comoedien
Entstehung
Seite
27
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Porporino (lustig, groritötisch, gcschwind, deutlich).

Potz weil ich Hutlos bin, bin ich eben doch nichtmuthlos. Seht, es war lauter eilfertige Bescheidenheit, dennhätte ich meinen Hut nicht verloren, so hätte ich meinen Athemnicht verloren, und hätte ich meinen Athem nicht verloren, sowäre ich zu Ehren gekommen; denn ich lief einem Manne nach,der mir den Hut abgeschlagen, und an dessen Stelle eine Ohr-feige nicht versagt hatte. Nun aber, da ich zu meinem Hutekomme, laßt mich zu Athem kommen, und zu Ehren, und zuEurer lieben Valeria, was macht sie?

P a l c r i o.

Sie kleidet sich zum Ball an, du kannst auch hingehen,wenn du nicht zu müde bist.

Porporino.

Müde? ich bin nichts müder als die Müdigkeit. Ährhabt keinen Begriff, was es einen Verliebten ermüdet, so ganzmutterselig allein in den Krieg zu gehn. Doch was für einTrompeter sitzt da in der Ecke?

V a l c r i o.

Ein recht freundlicher Trichter, der reinen Wein einschenkt,er sagt wahr, aber ich kann nicht schmecken, was für einGewächs es ist.

Porporino.

Er sagt wahr? da sagt er was rares, auch ich werde euchrare Sachen erzählen, und setze mich neben ihn. (Er setz- sich.)Er soll bestätigen, was ich sage. Als ich so in meinen Gedankenden Wald hinunter ging, in meinen Gedanken, die ich mitgroßer Mühe recht kriegerisch zu machen suchte, (zu Sarmiento)nicht wahr?

S a r in ienl o.

Ja, denn alle deine Gedanken waren friedliche Rekruten.