Druckschrift 
7 (1852) Comoedien
Entstehung
Seite
21
Einzelbild herunterladen
 

21

Valerie«

Und was willst du, daß er von dir denke?

Valeria,

Daß ich ihn liebe.

Valcrio.

Da schlägst du deinem Vater nicht nach, meines ist einfacher,ich denke, er fühlt so gut Prügel, als er sich fühlt, und wünsche,er möge wissen, daß ich sie so gut gebe, als er sie fühlt.

Valcria (schmeichelnd).

Ich schlage Euch nicht nach Väterchen, laßt mich dieMäntel auf den Ball tragen.

Valcrio (ironisch).

Töchterchen, das geht nicht an, siehst du, die Nachtlust,und du mußt doch auch dein Ruhestündchen haben, ich will dasschon machen, was würden die Leute sagen; nein, ich bin keinBarbar.

Valcria.

Ihr spottet meiner? sagt lieber Nein, Vater, Ihr wißt,ich will nur sehen, wie Ponce tanzt.

Valcrio.

Ja, das weiß ich, und darum sollst du nicht, geradeweil ich den ganzen Tanz müde bin.

Valcria.

Geht doch mit, Vater!

Valcrio.

Ja, mitgehen, und zusehen, wie du armer Schelm ver-zwatzle» möchtest, weil du der Schicklichkeit halben bei mirstehen bleiben müßtest. Ich kann nicht mitgehen, es ist mirnichts fataler, als die Liebe zu stören, also bleibe zu Haus.Ja, wenn Porporino hier wäre!

Valcria.

So wäre es um nichts besser.