414
„Und das Ringlein war ihm theuer,ES besiegelte sein Wort;
Doch es lief ein ungetreuerDiener mit dem Ring ihm fort.
„Und der Ring kam immer weiter,Keinem hat er noch gefrommt,
Außer dir, mein Herr Hochzeiter!Dessen Braut er wohl bekommt.
„Meines Leibes bist du MeisterBis zum Gürtel und dem Schloß,Leider zwingen alle GeisterDiese Last mir nimmer los!
„Könnt ich dir den Schlüssel reichen,War ich deiner Lust Genoß;
Aber er ist mir nicht eigen,
Mir gehöret nur das Schloß!
„Alles geb ich, nur verweigernMuß ich dir den Schlüssel blos.Deine Kunst, kannst du sie steigern,Ringt vielleicht dem Feind ihn los!
„Ich will offen dich begleitenNach Belieben, wann und wo;
Alle sollen dich beneiden,
Werde dieses Neides froh!