L12
„Willig hat sic sich bezeiget,
Etwas blöde freilich noch,
Was die Lippe jetzt verschweiget,
Pocht im Herzen laut und hoch.
„Brechet erst dies zücht'gc Schweigen;Durch des Trenrings rothes GoldLäßt sic sich vielleicht erweichen,
Gibt den Schlüssel, den ihr wollt.
„Die Kleinode lass' erscheinen,
Gut erworben hier und dort,
Durch Kleinode kommt der KleinenBald das lust'ge Fleisch zum Wort!"
Einen Schrein von EdelsteinenUnd von goldnen Ringen vollBringt der Meister, daraus einenSich die Braut erwählen soll.
Gierig nun den Schatz durchschwcifetWild ihr Aug', das dunkel rollt,Heftig zückt die Hand und greifetEinen Siegelring von Gold.
Und als wollt sie ihn zerbeißenZuckt sie ihn zum Mund empor,
Apo wollt' ihn ihr entreißen,
Doch verschlang sie ihn zuvor.