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3 (1852) Romanzen vom Rosenkranz
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Wie er holt die Kindlein kleinAus dem milchgefülltcn Brunnen,

Wie dem Mond die karge MutterAn dem Hemd stets thät zu kurze,

Und ihm ans dem blauen SchurzeNimmer ganz die Mütze rundet;

Von des Eichhorns lust'gem SturzeIn den kalten Born hinein,

Da sein Schatz im MondenscheinWollte lugen in den Brunnen,

Ob sie sähe ihres BuhlenAbbild in der Wassergrube,

Und um mit hineinzugucken,

Thät er bücken sich und ducken,

Fiel und mußte Wasser schlucken.

Ei, wie lief das Inngfräulcin!

Schlaf mein Püppchen, schlafe ein!Herdcsgluth ist eingesunken,

Und das Heimchen grillt im DunkelNun das Mährchen von dem Funken,

Der der Köchin, die betrunkenSchlief, eh' sie ihr Lied gesungen,

In den wüllnen Rock gesprungenUnd verbrennet ihr den Leib,