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3 (1852) Romanzen vom Rosenkranz
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Vor ihr stehn zwei geist'ge Nonnen,Blicken zu ihr ernst und mild,

Neichen ihr den heil'gen Bronnen;Eine glich Wohl jenem Bild.

Jene, die da stand zur Linken,

Wo die Rosen traurig sind,

Ließ voll Schmerz die Augen sinkenWie die Mutter auf das Kind.

Als die Magd von ihren HändenDas geweihte Naß empfing,

Suchte sie ihr zu entwendenVon der Hand Biondetten'S Ring.

Als die Jungfrau dies empfindet,Schloß sie schreckhaft ihre Hand,

Und das Nonnenpaar verschwindetSeufzend an des Brunnens Rand.

Aber in der Seele stehetEwig nun dies Antlitz fest,

Wo sie ruhet, wo sic gehet,

Dieses Bild sie nie verläßt.

Doch nun steckt sie Kosme's KerzeAn der ew'gen Lampe Gluth,

Will sie dann mit frommem SchmerzePflanzen, wo die Mutter ruht.