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Aus dem wilden ElementeTrug sie nun das Kind der GnadeFreudig aufwärts zu dem Felsen,
Ganz in neuer Lieb' erwallcnd.
Liclwoll löst sie ihre Flechten,
Theilt die Locken sich am Nacken,
Bildet draus am warmen HerzenFür das Mägdlein weich ein Lager.
Setzt sich an des Bildes SchwelleMit dem süßen Wnnderpfande,
Und spricht fromm: „O, Stern des Meeres,Lasse mich dies Kind erlaben!" —
Und nach ihren Brüsten wendetSich das Kind und findet Gnade;
Die cs lebend hielt in Wellen,
Gab barmherzig ihm die Amme.
Als die keuschen LcbcnsquellenÜber ihrem Herzen wallen,
Muß sie süße Blicke senkenZn dem Kind in Mutterarmcn.
Und dann singt sie; SchlummcrnährendTont das Lied und rauscht das Wasser,
Und cs wandeln Mond und SterneLeise, daß das Kind entschlafe.