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3 (1852) Romanzen vom Rosenkranz
Entstehung
Seite
88
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Pietro spricht:Leb wohl, zum GartenKehre ich, die HochzeltskronePfleg' ich dir, dir muß sie tragenWeiße Nosen, mir die Dornen!"

Und zur Erde kniet er jammernd,

Aus den dunkeln Augen flössenThränen heiß, und seine ArmeHielt der Schmerz cmporgchoben.

Aber in den Büschen raschelt'sUnd die Jungfrau spricht:Es kommenMeine Freunde, ausgegangenSind die Hirsche mich zu holen!

Beten werd' ich noch heut Abend,

Daß die kühlen ThaucStropfenDiese Nacht dein Herz erlabenUnd dich ruhig seh der Morgen!"

Pietro spricht:Es wird die FlammeIn der Nacht noch wilder lodern,Büßend streue meine AscheSich in's falbe Haar Aurora!"

Doch sie schreitet zu dem Walde:

Jesus Christus sei gelobet!"

Pietro spricht ein leises Amen,

Und der Mond tritt aus den Wolken.