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3 (1852) Romanzen vom Rosenkranz
Entstehung
Seite
39
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Trete in die enge Kammer,

Sieh mein Bett mit trocknen: Moose,Wo ich mit dem Licht erwache,

Mit der Schwalbe Gott zu loben.

Vor dem Fenster schwebt ein GartenAuf der alten Mauerkrone,

Wo zwei süße NachtigallenMeine Lieder wiederholen.

Aber deine Augen fragen,

Was das Tüchlein dort verborgenUcber meinem Betstuhl, halte:

Sich, das Bildniß einer Nonne.

Schlecht ist nur das Bild gemalet,Doch in seinen Zügen wohnetStrenge, die mich liebreich strafet,Liebe, die mich ernsthaft lobet.

Heiliger als Alles, Alles,

Ist mir dieses Bild geworden,

Seinen Linnen Vorhang achteHöher ich, als sei er golden.

Aber über deine WangenSeh ich sanfte Thränen rollen?"Kann ich," saget NosablankaVor dem Bild nicht weinen wollen?