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3 (1852) Romanzen vom Rosenkranz
Entstehung
Seite
37
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O, wer bist du? meine ArmeHaben einen Schatz gehoben;

O, wer sind wir, die sich fanden?Sprich, wo wir uns einst verloren!"

Also ward in süßen FragenIhrer Arme Bund erschlossen,

Der mit heimlichen GewaltenIhrer Seele Bund geschlossen.

Da ich früh heut' am AltäreEinen Rosenkranz geflochten,

Fühlte ich in dem Gesänge,

Liebe, mich an dich verloren.

Durch die Rosen meines KranzesUnd durch meines Blutes Rosen,

Die in Lieb' und Andacht wachsen,Flocht ich deine Töne golden!"

Da ich dich gesehn bei'm MahleMit dem Knaben, Lamm und Vogel,Fühlte ich ein tief Erbarmen,

Daß ich hier so einsam wohne.

Wie ein Himmelsglanz die KammerHeil'gen Mönchen in VisionenFüllet, also füllte strahlendMich Verlangen, Lieb' und Hoffen!"