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Aber in der Linde Schatten,
Wo die fromme Tänz'rin wohnet,Scheint der Mittag selbst entschlafenAn dem lieben, stillen Bronnen.
Leis' umgrast von seinem LammeAuf dem dicht berastcn BodenRuht ein süßer, kleiner Knabe,Schlummerglüh'nd in goldnen Locken.
Jede Blüthe hör' ich fallen,
Hör' des Knaben leisen Odem,
Und die reine RosablankaTritt einher mit ihrem Korbe.
Ans den Stufen des Altares,
Wo sie früh den Kranz geflochten,Ladet sie zum armen MahleKindlich ein die Mutter Gottes.
Eine goldne Honigwabe,
Auch ein Stückchen weißen Brodcs,Und die Milchgefüllte FlascheNimmt sie aus dem weißen Korbe.
Da erwacht der blonde Knabe,
Und steht harrend bei dem Bronnen,Und es rief ihn Rosablanka:„Komm, ich geb dir Honigbrode!"