Moseldörfer Gülz und Weis. — Str. 22 und 23. Es ist eine alteSage Lei WasserSnoth: „Der Fluß ruhe nicht, bis er sein Opfer habe."Die Fluth, nach Lay zurückgedräugt, brach Plötzlich in eine Hütte undriß ein Kind vom Arme des Vaters. — Str. 27. Die Sanct CastorS-Pfarrei liegt nahe am Einfluß der Mosel in den Rhein. Die seligeRitza hat ihr Monument in derselben. Die Volkssage erzählt, sie seieinmal trocknen Fußes über den Rhein gegangen. — Str. 28. DieFluth ging nur bis zur Schwelle des Bürgerhospitals, welches derheiligen Elisabeth geweiht ist und von barmherzigen Schwestern bedientwird, deren Mutterhaus zu Nancy an der Meurthe ist, die sich in dieMosel ergießt. Auch ans den Gegenden der Saar, die ebenfalls indie Mosel fließt, sind Schwestern im Hospital. — Str. 29. Das deutscheEck. So heißt der Winkel des Koblenzer Ufers, wo Mosel und Rheinsich vereinigen. — Str. 30. Die Vermählung der beiden Flüsse war1829 der Gegenstand des Fastnachtaufznges. — Str. 31. Kanonenschüsseverkünden den stromabliegenden Städten den Eisgang. — Str. 35und 30. Der junge Tag in das bergnmschloßne, verwüstete Lay nieder-steigend, ruft, wie dort zu Land arme Kinder, wenn sie Niemand in derHausflur treffen: „Wo seyn (sind) die Leut'?" — Str. 41. Zeile 22heißt in rheinischer Mundart so viel, als: „Je nun!" wir haben ebengebetet. — Str. 43. Dem Franenverein in Koblenz gehörte der Ertragdieses Liedes, um dem armen Taglöhner, von dessen Rettung es handelt,sein beschädigtes Häuschen wieder herznstellen.
Zu S. 444. Von diesem Liede bemerkt der Verfasser selbst, daßes so gestellt sei, als ob bald ein Kindlcin zur Mutter, bald dieMutter zu ihm rede, was zum Verständnis) zu beachten ist.
Zu S. 528. „Und ich ging, wo ans der Weide seine Braut ichsterbend fand." Diese und die folgenden Verse beziehen sich ansAeußernngen der sterbenden Anna Katharina Emmerich. Siehe dieNote zu S. 104.
Zu S. 538. „In der Allerheiligen Gasse Eingang bei der eisernenHand." Damals Eingang znm Kirchhof in Frankfurt am Main.