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1 (1852) Geistliche Lieder
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„Die Blumen und die Blätter weinen,

Die Vögel schmachten stumm und krank,

Kalt seufzt das Echo aus den Steinen,

Das Blut ergrimmt in Streit und Zank.

„Der Himmel, bleiern, rufet Wehe,

Verhüllt sein Sternen-Antlitz sich,

Und liegend an der Erde seheGefesselt einen Engel ich." —

Der Pilger sprach nun zu ihr nieder:

„Du bist der Engel, armes Kind!

Noch zuckt znm Lichte dein Gefieder,

Ist gleich dein Auge sonnenblind.

„Dich feinen Strahl aus Gottes Schimmer,In dem verlornen Paradies,

Dich heil'gen Ebenbildes Trümmer,

Ans Herz ich niederweinend schließ."

Da weinten stille alle Beide,

Sie lehnte gern an seiner Brust,

Sie litt es, daß er selig leide,

Und Beide haben nichts gewußt!

AnS Beiden greift ein tiefes SehnenHinaus bis nach der Ewigkeit,

Und wie sie so zusammen lehnen,

Da naht das Ewige der Zeit.