Und Viele haben, wie er sprach, gcweiuet,
Nur ein cgyptisch Weib war ganz verstcinet.
Sie zog den Pilgern nach, die kalte Schlange,
Mit Basilisken Angcn und geschminkter Wange;
Um dreißig Silberlinge zu verderben,
Die hier der Herr erlöst mit seinem Sterben.
Sie sah die fromme Schaar mit nackten FüßenZnm Tempel zieh», des Heilands Grab zu grüßen,Und wagt's, sich höhnend unter sie zu mischen,
Ein Krocodill im Netz bei reinen Fischen.
Nicht aber so. — Schant, die ParabelVom hochzeitlichen Kleid ist keine Fabel!
Es strömt das Volk zum Aufcrstchnngshaus,
Das heil'ge Meer, eS wirft den Todtcn aus.
Ein Engel schwebet schützend ans der Welle,
Und wirft die Sünderin zurück von hcil'gcr Schwelle.Und wieder, wieder will sie vorwärts dringen,
Und kann doch nie der Sünde Brandung zwingen,
Ihr Maaß ist voll, es soll nicht nbcrflicßen,
Soll nicht sein Gift znm Quell der Sühne gießen;Unsichtbare Gewalt ringt gegen sie:
Da sträubet sich ihr Haar, da bricht ihr Knie,
Da bricht ihr Herz! — Weh mir! was ist geschehen?Ich darf des Herren Kreuz erhöht nicht sehen.
Sie eilt zur Seite in den äußern Hallen,
Ist vor Maria ans die Knie gefallen. —
Sie schlug ans Herz und fleht: „Du hast geborenDen, der da wiedcrbringet, was verloren;