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1 (1852) Geistliche Lieder
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Der Abt, gerührt in väterlicher Strenge,

Vernimmt erfreut der Brüder Mildigkcit,

Er lauschet auf des Büßers Christgcsängc,

Sein Herz geht auf im Gnadcnthan der Zeit.

Er läßt von seinem Mund daS Sprachrohr tönen:Gott in den Himmclshöh'n sei Ehr' und Preis,Fried' und Versöhnung allen Menschcnsöhncn,

Die guten Willens, ans dem Erdenkreis.

Ihr Schäflcin in der Wüste draus verloren,Verbannt, verwiesen, kehret heim zum Stall,

Es ist das Lamm, der gute Hirt geboren,

Marinus hör' des Hirtcnhornes Schall!"

Marina gleich ans diese FriedenswortcDie Krippe ans des Knaben Hände legt,

Und folgt lobsingend zu der KloslcrpforteDem Kleinen, der das Jcsukindlcin trägt.

Er setzt das Kripplcin auf der Schwelle nieder,

Und knieet betend bei der Büßerin.

Der Abt steht schweigend dort im Kreis der Brüder,Und blicket ernst dann auf Marina hin.

Hier führte einst Eugen, dein Vater," spricht er,Marinus den nnschnld'gcn Sohn herein,

Hier ward dein Vater ich, und dann dein Richter,Das ist die Frucht von deiner Schuld allein.