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1 (1852) Geistliche Lieder
Entstehung
Seite
140
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Mutter lehr' den Schmerz mich fassen,

Da: „Mein Gott, mein Gott!" er spricht,„Warum hast du mich verlassen?"

Da das Schwerdt ihr Herz durchsticht.

Ach wie liebet er. — Er blicket,

Spricht: „Mich dürstet!" auch zu mir,Seelen strömt zu ihm, erquicketEuren Quell und Netter hier.

O du wonnevoll Erschrecken,

O du Lichtwort tief in Nacht,

Das die Todten kann erwecken,

Lebeuswort: „Es ist vollbracht!"

Sel'ges Wort am Leidens Ende,

Da des Tempels Vorhang reißt:

„Vater! nun in deine HändeIch befehle meinen Geist!"

Solche Rosen will ich brechen,

Solches Grüßen grüße mich,

Bis in reinen ThränenbächcnMeine Bande lösen sich.

Trost und Macht der sieben Worte,

Da mein Gott auch sterbend spricht;

Thnt sich auf des Himmels PforteUnd des Abgrunds Fessel bricht.