Druckschrift 
Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
Entstehung
Seite
632
Einzelbild herunterladen
 

6z« Von den N)underwercken.

**************************

Das 4 Capitel.

Von dem Unterscheid der Wun-derwercke.

^^icht alles was den Menschen wunderbarlich vorkommt,ist sofort ein Wunderwerck, sondern es sind die wahreund falsche N)underwercke wohl zu unterscheiden. Jenehaben allein Gott zum Urheber: diese aber sind Geheimnissedes Teufels, und keine eigentliche Wunderwercke. Denn obsie zwar auch x«! ^«^«»ZeichenundWundergenen-

net werden, Matth. 24,24. Apoe.iz,i!;. so sind sie dennoch nurlügenhafte Zeichen, 3 Thess, 2, 9. weil sie von dem Vater derLügen ursprünglich herkommen, Joh. 4, 44. und auch nur dieMenschen zu bekriegen, und zur falschen Lügen-Lehr zu verführengerichtet seyn, Deut. iz, i, 2. daher sind viererlei) Arten dersel-ben. Denn i) viele sind gantz falsch und errichtet; 2) vielegeschehen durch arglistige Geschwindigkeit und bekriegendeVerstellung; z) viele durch eine grobe oder ganß teufelischeVerblendung und Betpregerey; 4) viele durch schädlichenMißbrauch der natürlichen Geheimnisse,

2. Die offenbar falsche und errichtete NArndersind bey den Heyden *, Mahumetanern, Griechen und-misch-Catholischen sehr gemein f, und ist noch itzo aus den öf-fentlichen Zeitungen bekannt worden, was der desertirte BaronSchenck in Preußen, und nachgehends zu Regenspurg für Auf-sehens gemacht ch.it stillen Wunderwercken und sonderlich derTeufel-Austreibung; aber auch wie sehr er überall prostituiretworden, da ein Spanisch Rohr bey denen verstelleten Besesse-nen oft eher uyy mehr Würckung gethan, als seine falsch ge-rühmte Kunst.

§. z. Die

* vi^ I. s. c. »6. cynf. lermllign, c. 22 2 ;

4 Vill. O. 8^>nrgA. clisserc cis fall,? mir«cu'i-;, 2716. Lon 5 . HiK.

LrclL5. Qvtl^gn, in Inäics 5pb üc.

. 7

Mei