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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
Entstehung
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547
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Von dem Gewürme.

§47

ser Welk? und wen sollte dieses nicht zur demüthigen Erkännt- und Verehrung des grossen Gottes aufmuntern*?

§. 4. Die Zeugung des Gewürms und Ungeziefers vonallerhand Art ist ein sonderbares Kunft-Werck der GöttlichenWsheit, keineswegeö aber der Fäulniß anderer CörperZuschreiben, wie die alten Natur-Lehrer, und insgemein dergemeine Mann davor gehalten. Denn da ein jegliches TbierjMs gleichen zeuget, so wird auch besonders das Ungezieferaus Eylein gezeuget. Einige haben alsobald gleiche Gestaltmit dem ersten; andere aber verändern ihre Gestalt, also, daßaus dem Eylein ein Würmlein hervor kommt, das gantz andersaussieht, als das Thierlein, so das Ey abgeleget: diesesWürmlein, nachdem e§ eine Zeitlang gewachsen, verwandeltsich aufs neue in eine andere unbewegliche Gestalt, aus welcherzuletzt ein geflügeltes und zu Fortpflantzung seines Geschlechtsnichtiges Thierlein wird, z.E. die Heuschrecken, Heimichen,

> Sommer-Vögel, Bienen, Mücken, Käfer, Fliegen, Amei-sen, rc. davon aber eines sich immer anders verändere und ver-wandelt, als das andere, also daß man wegen solcher unsägli-chen Verschiedenheit diese Thiere bisher noch nicht in ihre or-dentliche gewisse Classen eintheilen können **.

H.z. Gleichwie ein jegliches Thier auf seine Erhaltungsorgfältig bedacht ist, also ist besonders merckwürdig, daß dasmeiste Ungeziefer, wie klein und geringschätzig es immer schei-net, ihre Eylein eben an solche Oerter, auf den Blättern,Blumen, Früchten, Gewächsen, Bäumen und Mauren,ablegen, wo sie ihre Nahrung, wenn sie zur Zeitigung kom-men, oder völlig ausgebrütet sind, alsobald finden können;und deswegen, damit nicht der Wind oder andere Ursachen sievon dar wegtreibe, solche ihre Eylein vermittelst eines besondernSchleims fest anhefften. Viele Raupen machen zu dem En-de ihre Eylein fest an dem untern Theil der Blätter, damitsievon dem Regen nicht abaewascben, oder von der Sonnen-

Mm 2 Hitze

* idichtz iO.p.4>8. m Kupff-D>b. p. 22 .

V»ä. Lcksnckr kliyt. I. c. H. 5!L. p. 414--424.Breßl-Nat. Geschickt, ^inc.9, x ns lq.

coU.8uxx.iem. 2.