Von den unreinen Vögeln. A4Z
gegeben worden, daß also in beyden Stellen aufjenes al-te Sprichwort von dem langen Leben des Vogels Phönix soll ge-deutet werden, als von welchen das fabelhafte Alterthum vorge-geben, daß er in die 1000 Jahr lebe, und wenn er alt gnug,sich einNestvon ZimmÄ oder Casien, Weyrauch-Zweigen und aller-hand köstlichen Gewürtzen bereite, dasselbe an der Sonnen an-zünde, und darmit sterbe, aus welcher Asche oder übrig geblie-benen Gebeinen erstlich ein Würmlein wachsen, und endlich wie--rr ein junger Phönix hervor kommen soll. Und mit dieserMeinung hat sich die gantze gelehrte Welt lange gnug schleppenmüssen, und einige alte Patres haben diese Fabel vom Phönixjueinem Beweißthum der Auferstehung der Leiber angezogen.Wein r) so ist die ganhe weite Welt rund umschiffet worden,und ein solcher Vogel Phönix ist in keinem Lande gesehen nochangetroffen worden. 2) Weil die Nachrichten davon gantzWichtig und auch nicht überein kommen: g) Weil Phönixeinen Palmbaum bedeutet, welcher,wenn er todt ist, wiederumausschläget und grünet, so ist die Fabel von einem Vogel dahereinstanden; 4) Gott würde dem Hiob in Vorhaltung seinermajestätischen Wunderwercke, dieses als ein Wunder der Na-tur, nicht verschwiegen haben; 5) Paulus würde sich dessen,sonderlich bey den Corinthern, als weisen Heyden, zum Beweißder Auferstehung wohl bedienet haben *.
Das s Capitel.
Von dem Gewürme.
Gewürme machet die dritte Haupt-Gattung in
dem Reich der Thiere aus,und wird darunter verstanden,allerley Ungeziefer und kriechende Thiere, welche den vierfüßi-gen Thieren, Vögeln und Fischen entgegen geseßet werden,Gen.1,26. c.9,2. Lev. 11,46. Deut.4, ig. Ezech. Z8, 2o. Röm.l/2z. davon der weise Salomo auch geredet hat, »Reg. 4, zz.
' Im
* Lock. ttiervr. k. II. l.. 6. c. 5. p. 817 sq. Lcksuckr. kk^s. §. p. 2Z8