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Von den reinen Vögeln.
Gelobet seyst du Heer unser Gott, du König der Welt, derdu dem 8LLUI, (d. i. dem Hahnen) Verstand gegeben, Tag undNacht zu unterscheiden*. Die eigentliche Zeit des Hahnen-Geschreyes, ist das dritte Theil der Nacht, nachdem nemlichdieselbe in vier Theile eingetheilet worden, etwa zwey bis dreyStunden nach Mitternacht, Marc.iz,ZZ. um welche Zeit dieAsche von dem Brand-Opffers-Altar weggethan oder dieser da-von gereiniget ward; so ward auch der Heyland um diese Zeit,da der Hahn zu krähen anfangen sollte von Petro dreymahlverleugnet, Matth.26,94.74.75. Luc. 22,94.59.6i. Joh. 19, 98.0.18,27. wiewohl andere ausVergleichung,Marc. 14,90.68.72.mit Luc.22,59. schliesst» wollen, daß solche Verleugnung ge-schehen zwischen dem ersten und zweyten Hahnen-Geschrey, danemlich der Hahn das erstemahl bald nach Mitternacht zu krä-henanfängt, darnach aber eine Weile wiedrum stille schweiget,welche Zeit Lamicinium genennet worden, und zum andern-mahl kurtz vor des Tages Anbruch so geschwinde aufeinanderund heftiger zu krähen pfleget**.
Heute zu Tage, da die Jüden keine Opffer mehr schlachtenkönnen, begehen sie doch was närrisches mit dem Hahnen, weilein jeglicher den Tag vor dem Versöhnungs-Fest, einen Hah-nen opsferc, und nachdem er damit dreymahl sein Haupt ge-schlagen, also spricht: Dieser Hahn sey die Verwechselung fürmich; dieser sey an meiner statt; dieser sey die Versöhnung fürmich; dieser Hahn gehe zum Tode; ich aber mit dem gantzenIsrael zum ewigen Leben, Amen! und dieses thun sie aus einemIrrthum, weil sie vorgeben ^22 vir, ein Mann, bedeute aucheinen Hahnen, und weil der Mann gesündiget, müsse der HahndieTodes-Strafe leiden, gerade als wenn der Hahn und derMensch für eins gehalten werden mästen vor Gottes Richter-Stuhl, weil die Juden fälschlich einerley Nahmens Bedeutungdaraus gemachet ***.
Die Hennen haben eine besonders zarte Liebe, Sorgfaltund Gedultgegen ihre Küchlein, die sie leiten, und unter ihre
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** Ib. c. 17. p. 12».
* Lock. I.c.p. 115.*** tbi6.c.:6.p. ny.