Druckschrift 
Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
Entstehung
Seite
334
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ZZ4 Von ^en fruchtbaren Bäumen.

Ellen lang, woraus die unzählig vielen neuen Zweige rund um-her ausschlagen, welche gantz ordentlich eins ums ander stehenund mehr und mehr vom Gipffel sich Unterwerks neigen, bisdie untersten, als die längsten, wie ein krummer Bogen, beynahe drey Klafter lang herab hangen. Aus den Zweigen ge-hen zu beyden Seiten unzehlige Blatter hervor, welche gefie-dert und wie Rohr aussehen, auch ziemlich dicke und wohl eineElle lang sind, und immergrüne bleiben. Zunechst an demStamm, wo die Zweige sich ausstrecken, gehen kleine Aestleinmit ihren Scheiden oder Spathis hervor, in welchen bey demmännlichen Palmenbaum die Blüthe, bey dem weiblichenaber die Frucht verschlossen ist*. z

Diese Frucht des Palmbaums, welche nur zuoberst kmGipffel, und zwar dicht am Stamm wächset, Heister man Dar,rein, Oaäyli, welche an Gestalt und Grösse den Citronennicht ungleich seyn sollen **. Wiewohl andere sie als längliche-runde Früchte, an der Grösse und äusserlichen Gestalt den Ei-cheln gleich, jedoch etwas grösser beschreiben; und daß sie aus-wendig ein dünnes röthlich-gelbes Häutlein haben, darunterein Honigsüsses, gleichsam schleimichtesMarck oder Saft ent-halten, in dessen Mitte, ein sehr harter länglicht runder Kernlieget, durch welchen der Länge nach eine Ritze gehet***. DieseDattel-Frucht, und derselben Honig-Saft nennen die Hebr.2.'!^ f so sonst Honig heist, und erklären auch dadurch dieOerter, Deut. 8,8. 2 Chron. zr, 5. Lev. 2, n. 12. Sonst ha-ben dieDatteln ihrenNahmen von dem Syrischen Wortoder drn^ welches einen Palmbaum und dessen Frucht be-deutet ff. Im Griechischen ist der Nahme des PalmbaumSPo/rE, daher auch die Landschaft l'lioeuice soll seyn genennetworden fff undi Macc.iZ,Z7. oder Anov, ramus xal-ibicl. v.Zl. Ioh. 12, lz.

Der Palm-oder Datrelbaum liebet am meisten warmen

* fllllc-. I.c. ** Ibiä. p. IS5.

"* Hübn.NatUk-Lexic. p.q8< ^

Hillsr. I. c. Lonf. Bibl Histvr. 7. l.. 2. z. L. 2. §. 20. p. tc>7;°

LI.un6.1..Z. c.Z9. x.588-

lliUer. I. c. I..c. y. p. 5»-