29O Von den Feld-Gewächsen.
brachte zwar davon Gott dem Herrn ein Opffer, aber ohneGlauben, und war daher nicht angenehm, Gen. 4, z. sq.
In wohlfeiler Zeit das Getreyde einsammle» und zu Rachekalten,ist nicht unbillig. Also haben zu dem Ende die Könige undVornehmen ihre Magazins und Korn-Häuser, Gen. 41,55.56.i Reg. 9,19. 2Chron.g2,28. Jer.50, 26. Joel 1,17. Mal.z,iO. oder gar besondere Korn-Städte, 2 Chron. 8/4.6. c.17,12. (.16,4. aber in der Theurung dasselbe inhalten und nichtverkauften wollen, häuftet den Fluch der Leute, Prov. 11, 26.
Die Aorn--Steuer müsse den Obern von denen Unter-thanengegebenwerden, i Macc. 10,29. c. 11,55. coll. Gen.47, 24.26.
Das Korn oder Getreyde wird in Heil. Schrift oft genom-men für jegliche Speise oder Nahrung, Ps. 65,10. Ps. 4, y.Gen. 27,27.57. Neh.io,z7. Es. 62,8. Thren.2,i2. Hos. 2,8.9.22. (.7,14. Sach.9,17. 1 Macc. 14,10. :c. daher wirdauch das Manna im Hebr. frumenwm coelorum , Himmel-Korn, d.i.Himmel-Brodtgenenner,Pf. 78,24. eben so wirddadurch auch angedeutet eine grosse Fülle allerley GöttlichenSeegens und Güte, Deut. 28,8. Joel 2,14.
Geistlicher Weise bedeutet das Korn oder Getreyde, Got-tes Gnaden-Gaben und geistliche Wohlthaten, Jer. 51, 12. dieFrüchte des Glaubens und guter Wercke, Hos. 14, 8« GottesWort und die Evangelische Lehre, alsdasAorn, das Jüng-linge zeuget, Sach. 9,17. d. i. das den Menschen gedeyet zurrechten Jünglingö-Stärcke, und Kraft den Bösewicht zu über-winden, iJoh.2,15.14. coll. Prov. 20,29.
H. 4. Viele Feld-Früchte bekommen Hülsen, und werdendaher auch Hülsen-Früchte genennet; das meiste Korn aberwächst zu einem Halm und bekommt Aehren, Marc. 4, 28.Eine Rorn-Aehre, ssüca, heist im Gr. -7«^, und im Hebr.
8c!iibdoletli, welches Wort die von Ephraim nichtauösprechen konnten, und darüber ihr Leben lassen musten,Iud. 12, 16. R.olc!i-8cbibbolet!i,LapM ss)icL, beymVnrrone?rit, heist die Spitze der Korn-Aehre, Job 24, 24. so gar leichtund ohne Mühe vom Winde, Ha^el, Stecken rc. zerbrochen